Strategien gegen Altersdepression
in der nachberuflichen Lebensphase



“In den wohlverdienten Ruhestand gehen” - das ist für viele Menschen eine wahre Freude. Endlich haben sie wieder Zeit für ihre Freunde und Bekannte, sie gehen gemeinsam Schach spielen und zum Kegeln, machen ausgiebige Wandertouren, gehen wieder öfters ins Theater.

Nicht selten haben PensionistInnen einen volleren Terminkalender als ihre Kinder und Enkel. Wer in der Pension ist, genießt oft diesen nachberuflichen Lebensabschnitt nicht nur sprichwörtlich in vollen Zügen, wenn sie obendrein noch die unzähligen tollen Vorteilsangebote für PensionistInnen in Anspruch nehmen können.

Doch es gibt auch eine Kehrseite zum Rentnerdasein. Nicht alle Menschen verfügen über ein ausreichendes soziales Netz an Freundschaften, welches die neu gewonnene Freizeit auffangen kann. Oft mangelt es auch schlicht an den Möglichkeiten, Freizeit neu zu erfahren; sei es durch körperliche Einschränkungen oder finanzielle Engpässe.

Das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden



Einen Beruf ausüben zu dürfen, das gibt jedem Menschen – neben der finanziellen Sicherheit – auch ein identitätsstiftende Gefühl, etwas Sinnvolles für die Gesellschaft oder für ein soziales Gefüge wie zB. einem Unternehmen zu leisten. Die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung ist eine der fundamentalen Faktoren für uns Menschen, um glücklich und zufrieden sein zu können.

Wer unfreiwillig in die Frühpension geschickt wird, sieht oft einer ungewissen und trüben Zukunft entgegen, die ernste Konsequenzen haben kann. Viele Menschen fallen innerhalb kürzester Zeit in ein schwarzes Loch der Depression, fühlen sich nicht mehr gebraucht und – das ist der fatale Trugschluss - nicht mehr gewollt, nicht mehr gemocht.

Studie: Frühe Pension verkürzt Leben



Laut einer Studie von Wissenschaftern der Universität Zürich gibt es einen erkennbaren Zusammenhang zwischen frühzeitigen Pensionierungen und einem früher eintretenden Tod - vor allem unter Männern. Die Überschrift der Kronen Zeitung ist an Dramatik kaum zu übertreffen: “Wer früher in Pension geht, ist auch früher tot”.

Die Studie verglich Zahlen aus Regionen in Österreich, die in den frühen 1990er Jahren von strukturellen Pensionierungswellen betroffen waren mit jenen, in denen dies nicht der Fall war. “Als Ursachen der Frühpension für das Risiko eines früheren Todes werden Verlust von sozialem Status, ungesunde Verhaltensänderungen und niedrigere Einkommen vermutet”.

Soziale Kontakte pflegen



Die Lösungen können oft so einfach sein. Eine vor kurzem erschienene Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zeigt unmissverständlich den Hauptmotivationsgrund, warum ältere Menschen in der Pension nach Arbeit suchen:

Soziale Gründe überwiegen: Mehr als 60 % der RentnerInnen geben an, dass sie den sozialen Kontakt zu anderen Menschen suchen und vor allem immer noch Spaß an der Arbeit haben.

“Viele Leute wollen freiwillig weiter arbeiten. Es ist sehr identitätsstiftend, weiter im Arbeitsleben zu stehen”, sagt die Altersforscherin Verena Klusmann von der Universität Hamburg in Der Zeit.

Statistik: Warum PensionistInnen weiter arbeiten

Quelle: IAB/Statista


Zu wenig Aufklärung über Zuverdienstmöglichkeiten



Doch wie soll man einen Job finden, wenn man nicht einmal weiß, ob man in der Pension überhaupt Geld dazuverdienen darf? “Die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage auf unserer Jobvermittlungsplattform lautet: Darf ich überhaupt Geld in der Pension dazuverdienen?”, berichtet Daniel Eberharter, Kommunikationsleiter bei der Jobpvermittlungsplattform WisR.

Zu wenig Information und mangelnde Aufklärungsangebote über die Zuverdienstmöglichkeiten in der nachberuflichen Lebensphase tragen dazu bei, dass aus Frust und Angst eine gefestigte Altersdepression werden kann.

“Wir müssen gemeinsam mehr für die Information und niederschwellige Aufklärung von Betroffenen und Angehörigen tun. Jede/r einzelne kann helfen. Sprechen Sie mit ihren Angehörigen und fragen Sie nach ihren Bedürfnissen, nach ihren Wünschen. Meistens sind die Antworten und Lösungen ganz nah”, so Eberharter.

WisR Tipp

Arbeiten darf jede/r, auch in der Pension.
Je nach Art von Pension gelten jedoch unterschiedliche Regeln für den Zuverdienst.

WisR hat für Sie diese Informationen zum Thema Zuverdienst in der Pension zusammengefasst!


Nicht älter, sondern weiser!



WisR (sprich: “weiser”) ist die erste Jobvermittlungsplattform für Menschen, die sich in der nachberuflichen Lebensphase ab 60+ Jahren befinden und neue Jobmöglichkeiten suchen.

WisR steht für Know How und soziale Kompetenz, für Fingerspitzengefühl und die Lust, diese Qualitäten zu teilen und weiter zu geben. Das ist nachhaltig und bringt eine neue Wertschätzung für alle Beteiligten.

Die Plattform reagiert damit auch früh auf einen demographischen Trend, der nicht nur Österreich sondern die Welt in Zukunft wesentlich prägen wird. Wir werden alle älter - und auch gesünder! Im Jahr 2030 werden in Österreich rund 44% der Bevölkerung über 50 Jahre alt sein. (Quelle: Statistik Austria/WKO).

Unsere Gesellschaft steht am Beginn einer großen und schönen Herausforderung. Das Thema von Arbeit im Alter wird uns mehr und mehr beschäftigen. WisR arbeitet schon jetzt an den Lösungsansätzen gegen Faktoren, die eine Altersdepression auslösen können.

Jetzt kostenlos bei WisR registrieren & Job finden!